Drei kloane Maderl in Not

De oa hat Leis, de ander Fläh,
de dritt ziagt dauernd 's Rotz in d' Häh.
De erschtn zwoa, de juckt's im Gwand,
was soins bloß doa, dass nearnad spannt?

Da hat de oa mit ihre Fläh
a raffinierte Kratz-Jda:
„Schaugts her: I hob a ganz neis Gwand!"
(...mit de zwoa Hand kratzts umanand)
Da san Foitnr da is 's Tascherl
und da hintn is a Mascherl."

De ander mit. de hundert Leis
schaugt zua und woaß dann aa was Nei's:
„Da san Lockerl, da der Zopf,
und hint dro is da dicke Schopf ,
ja, mel Frisur is wunderbar"
(...und dauernd wusckits in de Haar).

De dritt - rni'm Rotz - huckt in der Mittn,
schaugt rechts, schaugt links und hat recht g'littn.
De staade Rotz-Außiahgarei
geht manchmoi, aber net oiwei,

„Du hast was Guads und du nix Schlechts"
- sie deit nach links, sie deit nach rechts -
(...und beim Hin- und Umideitn
wischte mit de Hand dees Rotz auf d' Seitn).